Sommer  2018

Auf den Spuren unschätzbarer Werte

Im Lauf des Sommers fassen wir unsere Aktions-Forschung-Erfahrungen in Verbindung mit dem Projekt Kultur ohne Ausnahme zu einem multimedialen Bericht zusammen.

In unserer Aktionsforschungswerkstatt ANDERE PERSPEKTIVEN!? entstehen derweil weitergehende Geschichten auf den Spuren unschätzbarer Werte. Gefördert wird dieses Projekt von der Baden-Württemberg Stiftung.

Mai 2018

Stimmige Geschichten erkunden, entwickeln und vermitteln

Seit dem Frühjahr 2018 laden wir Menschen aus der Region Neckar-Alb zur Mitarbeit  in unserer Aktions – Forschungs – Werkstatt für andere Perspektiven ein. Hier arbeiten Menschen mit und ohne Handicaps zusammen. Das Projekt wird zweiunddreißig Monate lang von der Baden – Württemberg Stiftung gefördert.

Die Aktionsforschungswerkstatt ANDERE PERSPEKTIVEN!? verarbeitet Geschichte(n). Gefragt sind die persönliche Geschichten der einzelnen Menschen und die kollektiven Geschichten von Gruppen bzw. Organisationen. Nicht zuletzt geht es uns auch um die Geschichte des Gemeinwesens insgesamt. Wodurch entstehen stimmige Geschichten über mich, über uns und über unsere Umwelt? Wir erforschen, was uns stärkt und was unser Leben wertvoll macht, Auf den Spuren unschätzbarer Werte sind wir unterwegs im eigenen Leben, im Pfullinger Schaffwerk und im Biosphärengebiet Schwäbische Alb.

In diesem neuen Projekt machen wir neue Erfahrungen. Wir verarbeiten aber auch unsere bisherigen Erfahrungen weiter. Dabei greifen wir unter anderem auf Geschichten zurück, die bei unserer Aktionsforschung in Verbindung mit dem Projekt „Kultur ohne Ausnahme“ entstanden sind. Das betrifft zum Beispiel die Frage, wie Kultur und Natur zusammen gehen. Die folgenden Aufnahmen sind noch im Rahmen von „Kultur ohne Ausnahme“ entstanden. Dieses Projekt endet im Juli des laufenden Jahres, In dem Video sieht man den Aktionsforscher Thomas Geprägs und die Aktionsforscherin Angelika Lotterer. Sie beschäftigen sich mit dem bald beginnenden Sommerprogramm des Reutlinger Naturtheaters:

April 2018

Soziale, ökonomische und ökologische Fragen verbinden

Die Wörter Ökonomie und Ökologie stammen beide vom griechischen Wort oikos ab. Dieses Wort bedeutet Haus. Die Ökonomie beschäftigt sich mit dem menschlichen Haushalten und die Ökologie mit dem Haushalt der Natur. Wir versuchen das bei unserer Aktionsforschung zusammen zu bringen und zusammen zu denken. In diesem Zusammenhang steht auch die schrittweise Verwandlung des Schaffwerks zum Kulturbetrieb für andere Perspektiven.

Bei unserer Aktionsforschung müssen wir viele Hindernisse überwinden. Weil das Schaffwerk bisher mit größeren E-Rollis gar nicht zugänglich ist, hat Franziska Schiller in Verbindung mit dem Projekt Kultur ohne Ausnahme einen Falt-Rolli zum Umsteigen besorgt. Im folgenden Clip erzählt sie mit Aufnahmen aus den Jahren 2015 und 2017, wie das damals war. Darin sieht man zum Beispiel, wie ihre Aktionsforschungskollegen Thomas Geprägs und Rolf Rathfelder sie mit dem neuen Falt-Rolli ins Haus bugsieren. Begonnen hat die Geschichte bei einem Gespräch mit der Hauseigentümerin Sabine Kramer.

Das alte Haus in Pfullingen ist der zentrale Ausgangspunkt für unsere Aktionsforschung geworden. Von hier aus starten wir künftig Exkursionen ins Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Franziska Schiller stellt sich vor, dass sie dabei mit einem solarbetriebenen E-Rolli die Schätze der Natur und der Kultur erkundet. Damit beschäftigt sie sich im nächsten Filmausschnitt. Die Fragen stellte Harald Sickinger.

In Kürze gibt´s hier weitere Informationen über ein neues Projekt auf den Spuren unschätzbarer Werte im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Im Verborgenen haben wir schon angefangen…

März 2018

Respekt entwickeln und vermitteln!?

Einen Menschen zu respektieren bedeutet, ihn aus seinem eigenen Bezugssystem heraus zu verstehen bzw. das zu versuchen. Bei einer Veranstaltung im Reutlinger Spitalhof am 16. März 2018 haben wir durch kurze Filmausschnitte über unsere Aktionsforschung in Verbindung mit dem Projekt Kultur ohne Ausnahme berichtet. Ausgegangen sind wir dabei von der Erfahrung, dass es immer wieder an Respekt fehlt. Das zeigt auch der folgende Filmausschnitt, der beim ehemaligen Konzertbüro beginnt. Hier sprachen Franziska Schiller und anderen Aktionsforscher*innen mit Passanti*innen. Am Ende des Clips spricht Maria Eckert eine Erfahrung an, die sie gemacht hat.

Das Märchen von den Bremer Stadtmusikanten, die in dem Video kurz zu sehen waren, lässt eine märchenhafte Vorstellung davon entstehen, wie Respekt entwickelt und vermitteln werden kann bzw. wie problematische Verhältnisse zum Tanzen gebracht werden können. Darum dreht sich auch ein Reflexionstext, den Harald Sickinger geschrieben hat und der hier zu finden ist.

Vom Respekt entwickeln und vom Respekt vermitteln handeln aber auch viele unserer Geschichten aus Reutlingen. Bei der Veranstaltung im Spitalhof hat uns beispielsweise Santiago Österle in einem Video von seinen Erfahrungen mit Respekt im TALK-Projekt erzählt. Außerdem ist darin eine Passantin auf dem Reutlinger Markplatz zu sehen. Im Gespräch mit Franziska Schiller hat sie gesagt, was für sie Respekt bedeutet:

Respekt hat viel mit der Frage zu tun, wie wir uns auf Augenhöhe begegnen können. „Auf Augenhöhe“ – so heißt auch ein Film, der am 15. März 2018 in der Reutlinger Citykirche gezeigt wurde. Matthias Braun, Thomas Geprägs und Franziska Schiller haben ihn schon letztes Jahr im Kino Kamino gesehen und sprachen u.a. mit Rolf Rathfelder darüber, warum der Film aus ihrer Sicht empfehlenswert ist. Im folgenden Video ist ein Ausschnitt dieses Gesprächs  und am Ende auch der Trailer von „Auf Augenhöhe“ zu sehen:

Jeden Menschen zunächst einmal als Experten bzw. Expertin des eigenen Lebens zu respektieren, das gehört nach unserer Erfahrung zu einer Kultur ohne Ausnahme. Erfreulicherweise hat diese auch der Reutlinger Generalanzeiger im Bericht über unsere März-Veranstaltung im Spitalhof-Saal aufgegriffen:  »Kultur ohne Ausnahme«: Mittenrein ins Leben. Hier ist das vollständige Programm der Veranstaltung zu finden.

Februar 2018

Barrieren im öffentlichen Raum

Unter anderem haben wir uns im Februar wieder einmal eingehender mit dem Thema bauliche Barrieren beschäftigt. Am 15. Februar fand in der Volkshochschule Reutlingen ein Fachtag zum Thema „Barrierefreies Planen und Bauen“ statt, der vom Landkreis Reutlingen veranstaltet und von Harald Sickinger moderiert wurde.

In diesem Zusammenhang erinnern wir uns und andere an Geschichten aus unserer Aktionsforschung in Reutlingen und in der Region, die von Barrieren im öffentlichen Raum handeln. Dazu gehört u. a. die Geschichte einer Zugfahrt von Reutlingen nach Metzingen im vergangenen Jahr. Es war eine Fahrt mit Umwegen,

Januar 2018

Klima wandel(n) – solidarisch handeln

So lautet das Motto für den 11. alternativen Neujahrsempfang in Reutlingen am 21. Januar. Detaillierte Angaben sind hier zu finden. Wir haben für den Empfang ein kurzes Aktionsforschungs-Video erstellt, das zeigt: Klima wandel(n) bzw. solidarisch handeln ist auch eine Frage der Kultur.

Wer noch mehr über unsere Aktionsforschung in Verbindung mit dem Projekt Kultur ohne Ausnahme erfahren möchte, sollte sich folgenden Termin reservieren: Am 16. März von 14 Uhr bis 17 Uhr lädt das Projekt zusammen mit der Evangelischen Hochschule zur Veranstaltung „Kultur ohne Ausnahme!?“ ein. Weitere Informationen

Dezember 2017

Weitergehende Geschichten

In Kooperation mit dem Projekt Kultur ohne Ausnahme erkunden, entwickeln und vermitteln wir seit einiger Zeit Geschichten von unterwegs. Diese handeln von unserer „Aktionsforschungsreise“ im Reutlinger Kulturleben. Aus den „Mitbringseln“ dieser „Reise“ entstehen fortwährend weitere und weitergehende Geschichten. Das folgende Video vermittelt Impressionen von unserer Aktionsforschung für eine Kultur ohne Ausnahme.

Zur Zeit arbeiten wir unter anderem auch an einem Text, der sich mit der Frage beschäftigt, wie Geschichten das eigene Leben, persönliche Netzwerke, Organisationen und das Gemeinwesen insgesamt verändern können.

Am  Freitag, den 16. März 2018 um 14 Uhr bis voraussichtlich 17 Uhr lädt das Projekt „Kultur ohne Ausnahme“ gemeinsam mit der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg (Standort Reutlingen) zu einer Veranstaltung ein. Im Mittelpunkt werden dabei unsere „Geschichten von unterwegs“ stehen. Weitere Informationen folgen.

Geschichten von einer weitergehenden „Aktionsforschungsreise“ auf den Spuren unschätzbarer Werte im Biosphärengebiet Schwäbische Alb wird unsere geplante „Aktionsforschungswerkstatt ANDERE PERSPEKTIVEN!?“ verarbeiten. Für dieses Projekt haben wir eine Förderung bei der Baden – Württemberg Stiftung beantragt. Im Frühjahr wollen wir starten, sind schon mitten in den Vorbereitungen und freuen uns über alle, die sich für das Vorhaben interessieren. Hier gibt es eine Kurzbeschreibung.

November 2017

Zusammenhänge

Bei unserer Aktionsforschung in Kooperation mit dem Projekt Kultur ohne Ausnahme verbinden wir viele Puzzle-Teile miteinander.

Aktuell hängt einiges auch mit der Reutlinger Kulturkonzeption zusammen. Was erfahrene Aktionsforscher*innen aus unserem Team in diesem Zusammenhang wichtig finden, davon handelt eine aktuelle Geschichte von unterwegs.

Um soziale, ökonomische und ökologische Fragen miteinander zu verknüpfen, führen wir gerade eine Reihe von Gesprächen mit möglichen Kooperationspartner*innen für unsere zukünftigen Aktivitäten. Dazu gehört auch eine etwas andere Art von Bildungsprogramm. Der Arbeitstitel hierfür lautet „auf den Spuren unschätzbarer Werte“.

Oktober  2017

Lebensqualität?

In Verbindung mit dem Projekt Kultur ohne Ausnahme erkunden wir das kulturelle Leben in Reutlingen und in der Region. Dabei gehen wir auch der Frage nach: Was macht eigentlich die Lebensqualität eines Ortes aus? Im folgenden Video sieht man eine alte Karte der Reutlinger Oststadt. Der Stadtführer Sven Föll erzählt unserer Aktionsforscherin Franziska Schiller, warum dieser Stadtteil aus seiner Sicht besonders attraktiv ist. Die Aktionsforscher*innen Thomas Geprägs, Rolf Rathfelder, Matthias Braun und Angelika Lotterer schauen sich das an und sprechen darüber, was für sie zur Lebensqualität ihrer Wohngebiete beiträgt:

Nach und nach entsteht bei unserer Aktionsforschung eine Art Schatzkarte auf den Spuren unschätzbarer Werte. Dazu gehört natürlich auch das, was die Natur schafft. Im nächsten Filmausschnitt erzählt Franziska Schiller über die Begegnung mit einer Henne auf dem Schwille-Hof in Pfullingen:

September  2017

Denk mal?

Jedes Jahr im September gibt es den Tag des offenen Denkmals. Darum haben wir uns im September bei verschiedenen Erkundungen und Veranstaltungen vertieft mit Denkmälern beschäftigt. Dabei konnten wir unter anderem auch auf Videoaufnahmen von unseren Erkundungen im letzten Jahr zurückgreifen. In diesem Video sind wir zum Beispiel mit Thomas Geprägs am Tag des offenen Denkmals im Reutlinger Gmindersdorf unterwegs:

Am Tag des offenen Denkmals 2017 waren wir in der Reutlinger Oststadt unterwegs und auch bei einer sagenhaften Rundführung im Pfullinger Schaffwerk. Was ist das eigentlich für ein Denkmal? Woran denkt man, wenn man im Schaffwerk herumgeht?

Sabine Kramer hat das Haus von ihrem Vater geerbt. Wo sie oft an ihn denken muss, erzählt sie im folgenden Filmausschnitt. Außerdem sieht man Matthias Braun, wie er die Kuckucksuhr in Gang setzt:

Viele Leute entdecken im Schaffwerk etwas, das sie an früher erinnert. Matthias Braun zum Beispiel kennt so eine Kuckucksuhr von seinem Großvater:

Erinnerungen sind ein Teil der eigenen Persönlichkeit. Hier sieht man, wie Matthias Braun aufschreibt, dass die Erinnerung an alte Uhren ist, was zu ihm selbst gehört:

Matthias Braun hat ein Plakat gemacht, auf dem Dinge stehen, die es in einem Museum über Matthias Braun geben könnte. Harald Sickinger hat mit ihm darüber gesprochen: